Schlagwort-Archive: Stellungnahme

Stellungnahme zur Anpassung der Benutzungs- und Verpflegungsgebühren für die städtischen Kindertageseinrichtungen ab dem 01.09.2017

Stellungnahme des GEB-Kita – per Mail am 23.03.2017

Sehr geehrter Mitglieder des FSO und des Gemeinderats, sehr geehrter Frau Seifried,
sehr geehrter Herr Kalb,

wir fordern, dass von der drastischen Steigerung der Beiträge Abstand genommen wird.

Für uns Eltern sind die Kinder das Wertvollste, das wir haben. Ihnen einen guten Start ins Leben zu ermöglichen ist unsere tägliche Sorge. Wir als Gesamtelternbeirat der Kindertagesstätten finden, dass unsere Kinder auch das wichtigste für die Zukunft unserer Stadt sind. Kinder und Kindertagesstätten benötigen daher besonders viel soziale Aufwendungen.

Die steigenden Geburtenzahlen der letzten Jahre belegen, dass die Stadt Singen bislang den richtigen Weg gegangen ist und in Kinderbetreuung investiert hat. Es bleibt weiterhin einiges zu tun, da die Kindergartenplätzen für Kinder ab 3 Jahre noch nicht ausreichen.

„Damit alle Kinder die gleichen Startchancen bekommen, ist es wichtig, die frühkindliche Bildung zu stärken. Neben der Familie spielen Kitas daher eine wichtige Rolle. Hier können unsere Kleinsten gemeinsam mit anderen Kindern spielen, lernen und viel erleben. Das ist ein wichtiger Beitrag für mehr Bildungsgerechtigkeit.“ (aus dem Koalitionsvertrag BW 2016).

Die Ankündigung der Stadt Singen und die Empfehlung des Städtetages, die Kosten drastisch zu erhöhen, also genau das Gegenteil von der von der Landesregierung angekündigten Entlastung, trifft auf sehr viel Unverständnis in der Elternschaft.

Die Vereinbarkeit von Familie und Erwerbstätigkeit zu fördern muss für die Stadt Singen wichtig sein, wo Arbeitskräfte benötigt werden und viele Familien von Armut bedroht oder belastet sind. Die Möglichkeit der Erwerbstätigkeit ist insbesondere für Frauen wichtig, um sich vor Altersarmut zu schützen.

Eine Erhöhung der Beiträge belastet insbesondere Familien mit mehreren Kindern erheblich. Bei gleichzeitig steigenden Mieten und sonstigen Lebenshaltungskosten kann der Anstieg durch einen gemäßigten Anstieg der Löhne nicht kompensiert werden und führt daher schon jetzt zu einer unverhältnismäßige Belastung der Familien mit Kindern.

In einigen Einrichtungen wird ein sehr hoher Anteil der Elternbeiträge bereits vom Jugendamt getragen. Dies belegt, dass die Elternschaft jetzt schon über Gebühr belastet ist.

Es ist von Seiten der Landesregierung bereits vorgesehen, dass Familien bei der Finanzierung des Besuchs eines Kindergartens im Jahr vor der Einschulung entlastet werden sollen, um so die frühkindliche Bildung zu fördern. Das Land ist hier in die Pflicht zu nehmen diese Ankündigung umzusetzen.

 

Gründe gegen die Erhöhung:

  • Die Anpassungen für Löhne und Gehälter der Eltern passen sich nicht in der gleichen

    Weise wie die Gebühren an. Hier können Eltern „nur“ mit Anpassungen von 2 – 3 % rechnen, die auch die anderen Preissteigerungen der Lebensführung abdecken müssen.

  • Viele Familien geben für die Kinderbetreuung so viel aus wie für die Wohnung. Die Stadt hat es nicht geschafft rechtzeitig für genügend Wohnraum zu sorgen. Sie hat es zwar versucht (GVV) war aber wohl nicht so erfolgreich, d.h. in Singen ist für Familien der Betrag für Wohnen ein erheblicher Fixkostenanteil des Familienbudgets.
  • Familien, die mehrere Kinder im Alter von 0 – 6 Jahren haben, sind vor große finanzielle Herausforderungen gestellt. Die absoluten Beträge sind enorm.
    Ein Beispiel:
    Familie mit insgesamt 3 Kindern: Betreuungskosten für 1 Kindergartenkind, 1 Krippenkind aktuell 513,- € mit Essen, das dritte Kind benötigt ab Herbst einen Krippenplatz, dann sind die Kosten bei 616,- € für 2 Krippenkinder (GT). Anderes Beispiel:

    Familie mit 3 Kindern (1 Schulkind, 1 Kindergartenkind, 1 Krippenkind) bezahlt für die beiden Kinder 286,- € ohne Essen (VÖ).
    Dagegen stehen durchschnittliche Einkommen von 2200,- € – 2500,- €, das alle Kosten für 5 Personen zu tragen hat.

  • Besonders Familien mit mehreren Kindern sind stark durch die Gebühren belastet, denn ein einkommensorientiertes Rabattmodell oder das Württemberger Modell (abhängig nach Anzahl der Kinder im Haushalt) wurde trotz großem Engagement des GEB Kita nicht eingeführt
  • Alternativ dazu kann ein Elternteil kein oder nur geringfügiges Einkommen erzielen, werden die Kinder zu Hause betreut. Damit fehlt Familien wiederum ein Teil ihres Budgets um die Kosten des Lebensunterhalts zu decken und die Steuereinnahmen durch Konsum vor Ort.
  • Die Möglichkeit zusätzliche Angebote wie Musikschule und Sportangebote wird deutlich eingeschränkt, weil der finanzielle Spielraum enger wird.

    Der GEB der Kindertagesstätten ist deutlich gegen eine Erhöhung der Gebühren in dem geplanten Umfang.

    Für den Gesamtelternbeirat der Kindertageseinrichtungen

Anke Schlums, Annika Klotz, Ronald Werner

Stellungnahme zur Diskussion über den Umbau der Pestalozzischule

Stellungnahme des GEB-Kita – per Mail am 13.12.2016

Sehr geehrte Frau Seifried, sehr geehrter Herr Kalb,

der Gesamtelternbeirat unterstützt ausdrücklich die Ausweitung des Montessori- Betreuungsangebots in Singen.

Den „Runden Tisch“ zur weiteren Verhandlung begrüßt der Gesamtelternbeirat ausdrücklich. Sollte hier keine gemeinsame Lösung für den Umbau der Pestalozzischule gefunden werden, ist es aus unserer Sicht sehr wünschenswert, nach alternativen Lösungen zu suchen.

Die Nachfrage nach Betreuungsplätzen im Montessori-Kinderhaus ist sehr groß. Die pädagogische Vielfalt der Tageseinrichtungen in Singen ist wertvoll für Kinder und Eltern und ist letztendlich auch ein Standortfaktor für die Stadt.

Gäbe es das Montessori Kindergarten nicht, wäre die Stadt um ein pädagogisches Konzept ärmer. Die fehlenden Betreuungsplätze müssten von der Stadt geschaffen werden.

Für den Gesamtelternbeirat der Kindertageseinrichtungen

Anke Schlums und Annika Klotz

 

Stellungnahme zur Kita-Bedarfsplanung 2016/17

Stellungnahme des GEB-Kita – per Mail am 14.07.2016

Sehr geehrter Herr Kalb,
anbei die Stellungnahme des Gesamtelternbeirat der Tageseinrichtungen für Kinder der Stadt Singen (GEB) zum TOP Ö1 – KiTa-Bedarfsplanung 2016/2017 – Bericht und Fortschreibung auf Grundlage der Bestandserhebung vom 01.03.2016

Der GEB hat die vorausschauende Bedarfsplanung der Stadt Singen mit großer Freude zur Kenntnis genommen. Die detaillierten und gut aufbereiteten Informationen, sowie die inhaltliche Tiefe der Beschlussvorlage zur Bedarfsplanung, beweisen einmal mehr, dass die Stadt sich intensiv mit dem Thema beschäftigt.

Der GEB möchte jedoch darauf hinweisen, dass bei der weiteren Bedarfsplanung die Anzahl der Plätze nach Gemeinderatsbeschluss als Planungsgrundlage herangezogen werden sollte. Das Ziel der weiteren Bedarfsplanung sollte darauf gerichtet sein, dass zum 31.7.2017 die erforderlichen Plätze durch die Anzahl der Plätze nach Gemeinderatsbeschluss erreicht werden.

Zusätzlich möchte der GEB der Stadt für Investitionen in die Sprachbildung in den KiTas und die Familienberatung ein Lob aussprechen. Durch diese Projekte wird der Alltag in den KiTas bereichert und Rolle der Einrichtungen in der Gesellschaft gestärkt.

Im Namen des GEB
Ronald Werner